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Norddeutsche Wurten-Siedlungen im Archäologischen Befund

Analyse und Interpretation aufgrund siedlungsgeographischer Modelle

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Ralf Uerkvitz

Ziel dieser Arbeit ist eine quellenkritische Entwicklung neuer Interpretationsansätze für die Wurtenforschung im norddeutschen Küstenraum. Als Ursachenmodell des eisenzeitlichen bis frühmittelalterlichen Wurtenbaus werden naturräumliche Standortbedingungen und deren Beeinflussung durch Klimaveränderungen beschrieben. Kultur- und naturwissenschaftliche Grabungsbefunde aus Niens, Elisenhof, Jemgumkloster/Bentumersiel und anderen Marschensiedlungen bestätigen das Modell. Den Ergebnissen der Befundanalyse zufolge sollte die Erhöhung von Wohnplätzen zu Wurten eine stationäre Viehwirtschaft in der von Überschwemmungen gefährdeten Marsch ermöglichen. Säkulare Klimaschwankungen hatten sich durch erhöhte Sturmflutgefahr stärker auf die Entstehung von Wurtensiedlungen ausgewirkt als durch einen Meeresspiegelanstieg.
Aus dem Inhalt: Mensch-Umwelt-Beziehungen im norddeutschen Küstenraum - Interpretationsmodelle für die Wurtenarchäologie - Analyse der Ausgrabungen Niens, Elisenhof, Jemgumkloster/Bentumersiel - Wurten und Flachsiedlungen - Wurtenbau und Küstenholozän.