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Elementarbildung während der Industrialisierung

Das Volksschulwesen der Stadt Aachen von 1814 bis 1924

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Dieter Wynands

Der Autor untersucht auf breiter Quellenbasis die Durchführung der Schulpflicht in Aachen, wo die Industrialisierung am frühesten in Deutschland begann. Mit den Zahl- und Armenschulen standen für die Kinder des Bürgertums und des Proletariats zwei unterschiedliche Elementarschulen zur Verfügung, die erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu meist achtklassigen Volksschulsystemen zusammengefaßt wurden. Beleuchtet werden die unterschiedlichen Interessen von Stadt und Staat, von Wirtschaft und Kirche. Der überwiegend katholische Charakter Aachens und die Distanz der städtischen Repräsentanten zum protestantischen Preußen lassen die Schulpolitik zu einem großen Konfliktfeld werden. Das zeigt sich etwa im sogenannten Kulturkampf und der vorübergehenden Entlassung der Geistlichen aus der Schulaufsicht.
Aus dem Inhalt: Grundlegende Maßnahmen der provisorischen Verwaltung (1814-16) - Widerstände gegen den 1853 eingeführten Schulzwang und die Beschränkung der Arbeitszeit Schulpflichtiger - Bemühungen um die Ausdehnung der Lehrtätigkeit geistlicher Orden - Politischer Erziehungsauftrag der Volksschule - Abschluß der Entwicklung zur Volksschule: Auflösung der Vorschulen zugunsten der allgemeinen Grundschule (1924).