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Das Rechtsgut des Wuchers

Zur Auslegung des § 302 a StGB

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Detlev Heinsius

Durch das erste Gesetz zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität im Jahre 1976 fand die recht wechselvolle Gesetzgebungsentwicklung des strafrechtlichen Wuchers vorläufig ihren Abschluß. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der bis heute höchst umstrittenen Rechtsgutsbestimmung des Wuchers. Nach Darstellung und Erörterung des Meinungsstandes kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, daß die Vertragsfreiheit nicht durch 302 a StGB beschränkt wird, sondern diese das von 302 a StGB geschützte Rechtsgut ist. Der zweite Teil der Arbeit demonstriert die Auswirkungen der alternativen Rechtsgutsbestimmung auf die Auslegung des Tatbestandes. Dabei wird insbesondere auf den umstrittenen Bewertungsmaßstab für das auffällige Mißverhältnis eingegangen.
Aus dem Inhalt: Wucherbegriff - Rechtsgut - Das Rechtsgeschäft - Auffälliges Mißverhältnis - Opferlage - Ausbeuten - Additionsklausel.