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Die deutschen Grammatiken der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Österreich

Ein Beitrag zur Reform der deutschen Schriftsprache

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Paul Rössler

Daß wir heute so und nicht anders schreiben, ist nicht selbstverständlich. Die Vereinheitlichung der deutschen Schriftsprache nach dem Vorbild einer ostmitteldeutsch-norddeutschen Varietät setzt sich seit der Mitte des 18. Jahrhunderts im gesamten deutschen Sprachraum durch. Die in Österreich bis dahin dominierende bairisch geprägte Form der Schriftsprache wird mit dem zunehmenden Einfluß der Aufklärung sukzessive zurückgenommen und schließlich aufgegeben. Ziel der Arbeit ist es, den sprachhistorischen und sprachwissenschaftshistorischen Weg zur Vereinheitlichung der deutschen Schriftsprache in Österreich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachzuzeichnen. Dabei dient vor allem die Analyse morphologischer Aspekte in den Grammatiken als geeignetes Mittel, Traditionen und Brüche in der österreichischen Grammatikographie des 18. Jahrhunderts herauszuarbeiten.
Aus dem Inhalt: Verlauf der Reform der Schriftsprache in Österreich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ihre Exponenten und deren Grammatiken - Gottsched - Antesperg - Popowitsch - Aichinger - Gerlach - Bob - Felbiger - Adelung - Substantivdeklination in den österreichischen Grammatiken der untersuchten Epoche - Endungsmorphem -e in den Substantivdeklinationen - Pluralbildung bei den Substantiven - Genusbildung bei den Substantiven - Flexion der Adjektive - Artikel - Pronomen - Numerale - Verben - Gebrauch von e in Nebensilben der Verben - Präteritum irregulärer Verben - Verben mit Rückumlaut - Präteritopräsentia - sein und werden - Ergebnisse.