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Angst, Autismus und Moderne

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Doris Schober

Obwohl in diesem Buch viel von autistischen Verhaltensweisen die Rede ist, handelt es sich doch nicht um ein Buch über eine Abweichung. Das Thema ist vielmehr das Wesen der Normalität. Der Autismus ist, so die These des Buches, die konsequent zu Ende geführte herrschende Vorstellung von einem normal funktionierenden Subjekt. Die Normalität wird, solcherart ins Extrem getrieben, aus den Bahnen des Gewohnten geworfen und einer radikalen Erkenntnis ihres Wesens zugänglich. Es wird so nicht nur deutlich, wie grundlegend die herrschende Subjektform und ihre Vergesellschaftung auf einem reduzierenden und letztlich vernichtenden Umgang mit dem Fremden beruht, sondern auch wes Geistes Kind die Sehnsüchte sind, die das weltzerstörende Projekt der Moderne vorantreiben.
Aus dem Inhalt: Der Autismus aus der Sicht einer Autistin - Autismustheorie gegen den Strich gelesen - Die Geschichte der rettenden Distanz - Das Leiden an der Paradiessehnsucht.