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Arnolds von Lübeck «Gesta Gregorii Peccatoris»

Eine Interpretation, ausgehend von einem Vergleich mit Hartmanns von Aue "Gregorius</I>

Series:

Jens-Peter Schröder

Die Gesta Gregorii Peccatoris entstanden zwischen 1203 und 1213 im Auftrag des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg. Es handelt sich um eine (in Grenzen) freie lateinische Bearbeitung des mittelhochdeutschen Gregorius Hartmanns von Aue. Arnold von Lübeck legt mit den GGP eine eigene Deutung der Gregorius-Geschichte vor, ungeachtet der Tatsache, daß er die äußere Handlung und viele Details von Hartmann übernimmt. Diese Arbeit vergleicht die GGP mit ihrer Vorlage und entwickelt aus der Systematisierung und Auswertung dieses Vergleichs eine Interpretation des lateinischen Werks. Wesentlich ist hier die Lehre von der Allmacht und Erreichbarkeit der Gnade Gottes, die sich am Sünder Gregorius erweist. Dessen Schuld liegt im zweiten Inzest; der bei Hartmann enge Zusammenhang zwischen schwerer Schuld und härtester Buße wird gelockert: Nicht vor allem körperliches Leid, sondern völlige Hinwendung zu Gott lassen Gregorius zum Auserwählten werden.
Aus dem Inhalt: Die GGP nicht als Übersetzung, sondern als (in Grenzen) freie lateinische Bearbeitung von Hartmanns Gregorius - Auffällige Änderungen gegenüber der mittelhochdeutschen Vorlage - Die Rahmenteile - Das Schuldproblem - Gregorius' conversio.