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'Allgegenwärtige Fronten' - Sozialistische und linke Kriegsromane in der Weimarer Republik 1918-1933

Motive, Funktionen und Positionen im Vergleich mit nationalistischen Romanen und Aufzeichnungen im Kontext einer kriegsliterarischen Debatte

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Thorsten Bartz

Die untersuchten linken und sozialistischen Kriegsbücher machen deutlich, daß das Schreiben über den 1. Weltkrieg in der Weimarer Republik die Kriegsvergangenheit nur sekundär betraf. In erster Linie kennzeichnen die Darstellungen den Krieg als einen Wendepunkt für Gegenwart und Zukunft. Im Hinblick auf die Beschreibungsschwerpunkte und die politischen Vorstellungen existieren aber nicht nur Übereinstimmungen. Auch im Vergleich mit nationalistischen Autoren entziehen sich die 'Fronten' häufig einer klaren Zuordnung, denn neben auffälligen Differenzen kommen auch terminologische und motivische Gemeinsamkeiten vor. Sie werden in der Analyse berücksichtigt und in den Kontext einer kriegsliterarischen Debatte gestellt.
Aus dem Inhalt: Gegenwärtigkeit des Krieges und literarische Kriegsdebatte in der Weimarer Republik - Kriegsromane von Johannes R. Becher, Ernst Glaeser, Ernst Johannsen, Adam Scharrer, Walter Rispeter und Konrad Seiffert - Nationalistische Autoren - Kriegsbilder und Frontdarstellungen - SPD - KPD - Pazifismus.