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Expressionismus und Neue Sachlichkeit

Paul Kornfelds literarisches Werk

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Markus Weber

Paul Kornfeld (1889-1942), der zum erweiterten «Prager Kreis» gehörte, ist einer der meistzitierten expressionistischen Essayisten und Dramatiker. Zu seinem Werk gehören expressionistische Tragödien, frühe Kurzprosa, nachexpressionistische Komödien und vor allem der postum veröffentlichte große Roman Blanche. Von diesem Roman her wird offensichtlich, daß die traditionelle Periodisierung, die die expressionistischen Autoren Mitte der 20er Jahre zur Komödie konvertieren sieht, so nicht haltbar ist. Bei Kornfeld bedeuten der mehrmalige Stil- und Genrewandel, seine Offenheit gegenüber literatur- und kulturgeschichtlichen Einflüssen, keine radikale Absage an die expressionistischen Anfänge. Vielmehr erhalten sich in seinem Werk bis in die dreißiger Jahre hinein wesentliche Elemente der expressionistischen Weltanschauung und Anthropologie.
Mit einer Gesamtbibliographie der Veröffentlichungen Kornfelds.
Aus dem Inhalt: Prager Kreis - Nietzsche-Rezeption - Kierkegaard-Rezeption - Utopie und Zeitkritik - «Seele» - Expressionistischer Melodie-Begriff - Nachexpressionistische Komödie - Theater der zwanziger Jahre - Der Einfluß Pirandellos - Kornfeld als Leser Julien Greens - Problematisch gewordenes Erzählen - Rezeptionsgeschichte.