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Gehörlosigkeit und Lautsprachtext

Zum Stand von Leseforschung und Didaktik

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Anja Schüssler

Die Schrift als visuell zugängliches Medium für Gehörlose befindet sich in ihrer Funktion als Wissensträger seit einigen Jahren in der gehörlosenpädagogischen Diskussion. Dem steht entgegen, daß bis heute kaum ein didaktisches Konzept Gehörlose zu einer angemessenen Schriftsprachkompetenz führen konnte. Diese Arbeit macht auf die Schwierigkeiten der Betroffenen beim Erwerb und bei der Automatisierung des Lesens aufmerksam: Sie liegen in den ungünstigen lautsprachlichen Voraussetzungen und der unzureichenden Wissensbasis Gehörloser. Des weiteren wird die Ignoranz gegenüber den Erkenntnissen der Textverarbeitungsforschung herausgestellt, die den Lesevorgang als einen interaktiven text- und wissensgeleiteten Prozeß kennzeichnen.
Aus dem Inhalt: Kognitionspsychologische Modelle zum Textverstehen bei Hörenden - Lesen als interaktiver Prozeß text- und wissensgeleiteter Verarbeitung - Textverstehensprozesse gehörloser Rezipienten - Texte als Chance und Hürde für den Wissenserwerb Gehörloser - Literalität und Kommunikationsmodus.