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Freie Schulwahl im internationalen Vergleich

Ein OECD/CERI-Bericht

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Wolfgang Mitter and Organisation for Economic Cooperation

Wie viel Freiheit soll man Schülern und ihren Eltern bei der Wahl einer Schule einräumen? Diese Frage steht im Zentrum einer Reihe von bildungspolitischen Diskussionen der letzten Zeit darüber, welche Rolle den Wünschen der «Verbraucher» im Bildungswesen zukommen sollte. In manchen OECD-Staaten sind die Bestimmungen, nach denen die Plätze an öffentlichen Schulen vergeben wurden, in den letzten Jahren gelockert worden. Auch die Subventionierung von Privatschulen mit öffentlichen Mitteln wird manchmal als eine Möglichkeit zur Liberalisierung der Schulwahl angesehen.
Die Erfahrungen der jüngsten Zeit zeigen, daß politische Maßnahmen zur Erweiterung der Möglichkeiten einer freien Schulwahl sowohl Gefahren als auch Chancen mit sich bringen. In diesem Bericht wird untersucht, wie solche Maßnahmen in der Praxis aussehen. Mehr Wettbewerb unter den Schulen kann auch dazu führen, daß sich erfolgreiche Schulen ihre Schüler selbst aussuchen statt umgekehrt. Es stellt sich heraus, daß die freie Schulwahl dann am besten funktioniert, wenn nicht alle Schüler um einen Platz an der gleichen Schule konkurrieren und wenn verschiedene Schulen unterschiedliche Bildungskonzepte oder Fächerspezialisierungen anbieten. Für die Politik bedeutet dies, daß sie neben der Freiheit der Wahl auch die Vielfalt der Schulen fördern müßte.
Aus dem Inhalt: Grundsatzfragen - Länderübersichten: Australien, England, Neuseeland, Niederlande, Schweden, USA - 16 Fallstudien aus acht Ländern über politische Maßnahmen zur Schaffung eines breiten Angebots von Schulwahlmöglichkeiten sowie über marktorientierte Konzepte der freien Schulwahl im Zusammenhang mit Schulautonomie.