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Im Blickfeld des Anderen

Eine kommunikationsphilosophische Betrachtung der Frühphilosophie und Sozialontologie Jean-Paul Sartres

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Andreas Ziemann

Die konstitutiven Minimalbedingungen von Kommunikation sehen zwei Beteiligte vor, Ego und Alter ego, die in wechselseitiger Präsenz und reflexiver Aufmerksamkeit aufeinander eingestellt sind. Zwei grundlegenden Fragen kommt dabei wesentliche Bedeutung zu: Woher resultiert die Andersheit des Anderen, und welchen Bedingungen folgt die Möglichkeit des Fremdverstehens? Diesen kommunikationsphilosophischen, auf präkommunikatives Erkenntnisinteresse ausgerichteten Fragen versucht die vorliegende Untersuchung nachzugehen, indem sie mit Jean-Paul Sartres Frühphilosophie und Sozialontologie die Seinsweisen Egos und Alter egos aufdeckt und die sozialanthropologische Seinsweise im Modus des Für-sich-für-Andere beschreibt. Die Brücke, die Ego Erfahrung von Alter ego und dessen Weltjenseitigkeit gewinnen läßt, wird vom Blick geschlagen. Erblicktwerden und Erblicken, Sehen und Gesehenwerden sind die grundlegenden Modi der sozialen Gewißheit vom Anderen sowie von dessen Andersheit vor der eigenen Objektheit.
Aus dem Inhalt: Das Alter ego-Problem im Schnittkreis zwischen Kommunikationswissenschaft und Philosophie - Die Kommunikationstheorien Gerold Ungeheuers und Niklas Luhmanns - Die Rekonstruktion der Transzendenz des Ego - Sartres konfliktäre Sozialontologie im Blickkonzept - Die Skizze einer existentialistischen Kommunikationstheorie - Von der Antopsie zur Panopsie.