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Anschauung und Begriff von Proportionsbeziehungen

Zum Einfluß von Wahrnehmungsbedingungen und Materialeigenschaften auf das Erkennen komplexer Mengenverhältnisse bei Grundschülern

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Rüdiger Röper

Das Zusammenwirken anschaulicher und begrifflicher Prozesse beim Erkennen mathematischer Beziehungen ist Thema der Arbeit. Die theoretischen Ausführungen münden im Konzept der synergetischen Repräsentation, das am Beispiel gegenständlicher Mengenbeziehungen erläutert wird. Anhand eines neu entwickelten Zuordnungsverfahrens werden Hypothesen zum Einfluß von Wahrnehmungsbedingungen und Materialeigenschaften auf das Erkennen proportionaler Beziehungen an einer Stichprobe von 168 Grundschülern überprüft. Die Ergebnisse bestätigen die Vorhersagen und deuten insgesamt auf einen fördernden Einfluß ganzheitlicher Wahrnehmungsbedingungen. Die explorativen Analysen zeigen ferner die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Anschauung, mathematischer Struktur und gegenständlicher Situation auf.
Aus dem Inhalt: Die Unterbewertung anschaulicher Prozesse - Proportionsstrukturen als Relevanzproblem - Entwicklung des Proportionsbegriffs - Synergetische Repräsentationen - Wahrnehmungsfeld, Anschauung und Begriff - Neue Forschungsansätze zum proportionalen Denken.