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Die Emanzipation der mehrjährigen Frauenzimmer

Frauen im bernischen Privatrecht des 19. Jahrhunderts

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Regula Gerber Jenni

1839 und 1847 wurden die Geschlechtsbeistandschaften im Kanton Bern aufgehoben und damit die Voraussetzungen für die privatrechtliche Gleichstellung nicht verheirateter Frauen geschaffen. Diese Emanzipationserlasse veränderten auch die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten der Ehefrauen und Witwen. Deshalb befasste sich der Gesetzgeber immer wieder mit weiblicher Handlungsfähigkeit. Die «Emanzipation der mehrjährigen Frauenzimmer» wird in dieser Arbeit vor allem auf gesetzgebungsgeschichtlicher Ebene und im Zusammenhang mit dem Vormundschafts-, Ehe- und Erbrecht betrachtet. Die Erörterung der Rechtsposition der Bernerinnen im 19. Jahrhundert ist als rechtshistorischer Beitrag zugleich ein Abriss über Frauenprivatrecht und dokumentiert, daß sich die «Weiberemanzipation» - zumindest normativ - kaum frauenfreundlich auswirkte.
Aus dem Inhalt: Zur bernischen Privatrechtsgesetzgebung - Vormundschaftsrecht und Geschlechtsbeistandschaft - Die Aufhebung der Geschlechtsbeistandschaften im Jura - Die Aufhebung der Geschlechtsbeistandschaften in Alt-Bern - Die Frau im Ehe- und Erbrecht - Legislatorische Folgen der «Weiberemanzipation».