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Historizität und Utopie

Quellenkritische und konzeptionell-strukturelle Aspekte des Griechenbildes in Hölderlins "Hyperion</I>

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Katrin Theile

Im Verfolg der Auseinandersetzung mit dem Griechenaufstand von 1770 erscheint Hölderlins poetisch-politische Stilisierung des Ereignisses im Hyperion-Roman als Höhepunkt in der Rezeptionsgeschichte. Gleichzeitig stellt die vom Dichter gestaltete Desavouierung dieser «neugriechischen» Revolution ein poetisches Indiz dar für die Wende in Hölderlins utopischem Denken: Die schöpferische Auseinandersetzung mit der Geschichte (Griechenland, Französische Revolution) schafft Raum für den utopischen Neuansatz - die Propagierung einer neuen «Innerlichkeitskultur».
Aus dem Inhalt: «Griechentum» als rezeptionsgeschichtliches Problem des 18. Jahrhunderts - Historische Realität (Griechenland 1770, Französische Revolution) - Zeitgenössische Aufnahme («indirekte» Rezeption und tradiertes Vorurteil) - Exemplarische Stilisierung eines poetisch-politischen Griechentums in Hölderlins «Hyperion».