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Utopie, Utopismus und Dystopie in «Der Mann ohne Eigenschaften»

Robert Musils utopisches Konzept aus geschlechtsspezifischer Sicht

Series:

Agata Schwartz

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Aspekte von Musils Konzept der Utopie in seinem unabgeschlossenen Roman Der Mann ohne Eigenschaften. Musils Aufarbeitung verschiedener Stränge der Tradition utopischer Literatur und utopischen Denkens aufzeigend, wird - anhand von feministischer Literaturtheorie und einer geschlechtsorientierten Rezeptionstheorie - dem «männlichen» Lesen ein «weibliches» zur Seite gestellt. Dadurch erweist sich die Ambivalenz eines utopischen vs. eines dystopischen Lesens, wobei Parallelen mit dem Taoismus nachgewiesen werden. Anhand von relevanten Materialien aus Musils Nachlaß werden zudem Überlegungen über Möglichkeiten des weiteren Verlaufs des Mann ohne Eigenschaften angestellt.
Aus dem Inhalt: Die Edition des Mann ohne Eigenschaften und ihre Fragen - Der intendierte und der implizite Leser vs. die reale Leserin - Das Parallellaufen einer utopischen und einer dystopischen Triade und ihre geschlechtsbedingte Ambiquität - Die Frage der Wirkung: der aktive und der passive Aktivismus - Überlegungen zum Schluß.