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«Mit Zaum und Zügel muß man ihr Ungestüm bändigen» - Ps 32,9

Ein Beitrag zur christlichen Hebraistik und antijüdischen Polemik im Mittelalter

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Ursula Ragacs

Die Arbeit befaßt sich mit dem Capistrum Iudaeorum, einem Werk des Dominikanermönches Raimund Martini, der im Spanien des 13. Jahrhunderts gelebt und gewirkt hat. Raimund Martini hat als erster christlicher Autor in seinen Werken ausführlich aus der rabbinischen Literatur zitiert. Es wird gegen ihn allerdings oft der Vorwurf erhoben, er habe zumindest einen Teil dieser Zitate verfälscht oder sogar frei erfunden. Die Untersuchung geht der Frage nach, ob diese Vorwürfe tatsächlich gerechtfertigt sind. Über das unmittelbare Ergebnis dieser Analyse hinaus bietet die Arbeit auch ein Beispiel für den Umgang eines der ersten christlichen Hebraisten mit genuin jüdischer Literatur und damit einen Beitrag zur Geschichte der christlichen Hebraistik und der christlich-jüdischen Kontroverse im Mittelalter.
Aus dem Inhalt: Christliche Hebraistik und antijüdische Polemik im Mittelalter - Raimund Martini O.P. - eine Biografie - Analyse der rabbinischen Texte des Capistrum Iudaeorum - Ergebnisse der Untersuchung - Raimund Martini und das Judentum.