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Fremdheitserfahrungen am Tisch des europäischen Märchens

Ein Beitrag zur Kulturthemenforschung Interkultureller Germanistik

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Tanja Kodisch

Was passiert mit uns an fremden Tischen? Welche Erfahrungen werden in fremden Küchen gemacht? Was haben das Essen und die Fremde mit kultureller Identität und mit Europa zu tun? - Diesen Fragen geht die Studie nach. Die Antwort wird in den Märchentexten Europas mit Hilfe der beiden Kulturthemen der Fremde und des Essens gesucht. In die komparatistische Analyse werden Forschungsergebnisse der unterschiedlichsten Wissenschaftsbereiche einbezogen, was interessante Aspekte aufwirft und die bekannten Märchen in völlig neuem Licht erscheinen läßt. Die gegenwärtige Europa-Diskussion bildet dabei den kulturpolitischen Rahmen dieser Arbeit und macht die sozial- und kulturpolitische Brisanz der beiden Kulturthemen deutlich: europäisches Bewußtsein, wie es im Vertrag von Maastricht festgeschrieben ist, enthält ein dynamisches Moment. Gefordert ist die Aktivität des einzelnen, um die Zukunft Europas mitzugestalten.
Aus dem Inhalt: Nahrungsmittel als Ausdruck kultureller Identität - Hunger und Überfluß - Die Fremde als neue Erfahrungwelt: Vom Schlaraffenland, von großen Ohren, langen Nasen und hungrigen Kannibalen - Der Fremde als Kulturschöpfer - Das gemeinsame Mahl - Europa: Einheit oder Vielfalt? - Was ist europäische Identität?