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Überschritt ins Unumgängliche

Heideggers dichterische Wende jenseits der Metaphysik

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Breno Onetto-Munoz

Die Arbeit folgt einer ausführlichen Darstellung der Bedeutung der Dichtung Hölderlins in Heideggers «Seinsdenken» in seinen drei Hölderlin-Vorlesungen und den Beiträgen zur Philosophie. Dieser Einfluß ist bereits ab 1929 in Texten wie Was ist Metaphysik? und in der Vorlesung des Wintersemesters 1929/30 festzustellen, jedoch nicht im Sinne anderer Interpretationen (wie etwa denen bei I. Buchheim oder bei U. Beyer), sondern in der streng thematischen Verbindung mit einer durchdringenden Negativität im Denken Heideggers, die der Verfasser in Beziehung zum Roman Hyperion und der späten Dichtung Hölderlins zu zeigen versucht. Der mit dem Dichter gewonnene neue Ort des Denkens Heideggers hatte aber auch Einfluß auf sein politisches Engagement. Erst nach dem Scheitern der Beiträge distanzierte er sich von den politischen Zuständen seiner Zeit.
Aus dem Inhalt: Drei Phasen der Hölderlin-Rezeption bei Heidegger - Auseinandersetzungen vor der Veröffentlichung der Hölderlin-Vorlesungen - Nietzsche und das Politische - Alternative Besinnung auf die Technik.