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Privatisierung in Rußland

Eine Gesellschaft auf der Suche nach effizienteren eigentumsrechtlichen Strukturen

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Stefan Kordasch

Anders als den Reformländern Ostmitteleuropas ist es Rußland bislang nicht gelungen, die Umstellung auf den Markt mit Erfolg zu bewältigen. Der zögernde und unvollständige Aufbau marktwirtschaftlicher und rechtsstaatlicher Institutionen hat die Transformationskrise erheblich verschärft und verlängert. Diese Arbeit legt eine institutionenökonomisch fundierte Analyse der Systemtransformation in Rußland vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Privatisierung des ehemaligen Staatseigentums. Anders als bei Unternehmensprivatisierungen in westlichen Ländern galt es hier, die Eigentumsrechte einer gesamten Volkswirtschaft neu zu ordnen. Dargestellt werden nicht nur die Konzeption und Umsetzung der beiden 1992 und 1994 gestarteten Stufen des Privatisierungsprogramms, sondern auch seine Vorgeschichte in den betrieblichen Reformen der Perestroika-Epoche. Die Untersuchung zeigt, warum es in Rußland trotz eines nunmehr zehn Jahre andauernden Reformprozesses nicht zur Herausbildung einer marktwirtschaftlichen Ordnung westlichen Typs gekommen ist, sondern die Wirtschaft des Landes zur Zeit einen merkwürdigen Zwittercharakter aus staats- und marktwirtschaftlichen Elementen aufweist.
Aus dem Inhalt: Von der «Perestroika» zur «Privatisazija» - Theoretische Konzeptionen institutionellen Wandels - Reformwiderstand und politische Durchsetzbarkeit - Ergebnisse der Privatisierungsprogramme - Der institutionelle Umbau am Scheideweg.