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Kasus und Passivierung

Ein Beitrag zur Kasustheorie

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László Molnárfi

Im Lichte der neuesten Entwicklungen der generativen Sprachtheorie erscheint die kritische Überprüfung und Neuinterpretation der Prinzipien der Universalgrammatik notwendig. Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen dieses Revisionsprozesses am Beispiel spezifischer theoretisch-empirischer Probleme des Kasus- und Passivbegriffs in der Rektions- und Bindungstheorie und dem Minimalistischen Programm. Empirische Data aus fast allen germanischen Sprachen werden analysiert, wobei die relevanten Kontraste als Reflexe morphologischer Unterschiede im Kasussystem erklärt werden. Ausgehend von einem primär funktionellen Konzept werden Ansätze zu einer revidierten Kasustheorie formuliert, die die engere Einbeziehung der Morphologie in die Verbsyntax fordert.
Aus dem Inhalt: Die Funktionalität des Kasusbegriffs - Universelle Prinzipien der Kasuszuweisung und -realisierung - Kasusstrukturalität im Deutschen und den kasuslosen germanischen Sprachen - Kasusmarkierer und Präposition - Dativ als struktureller Kasus - Die Dativpassivproblematik - Neue Entwicklungen und Dilemmas.