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Die Geschichte des öffentlichen und privaten Mietpreisrechts vom Ersten Weltkrieg bis zum Gesetz zur Regelung der Miethöhe von 1974

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Ewald Hügemann

Im heutigen Recht der Wohnraummiete kommt dem Mietpreisrecht - schon auf Grund seiner praktischen und sozialen Bedeutung - besonderes Gewicht zu. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts jedoch trat das Mietpreisrecht aus dem Schatten des allgemeinen Privatrechts hervor. Einen sich allein mit der Entwicklungsgeschichte des Mietpreisrechts befassenden Beitrag bleibt die juristische Literatur bislang schuldig. Die Arbeit will diese Lücke schließen. Entscheidend für die Entwicklung war die Zeit des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik. Dieser Zeitraum findet demzufolge besondere Berücksichtigung. Zum Verständnis und zur Analyse der durch Gesetzgebung, Rechtswissenschaft und -praxis neugeschaffenen rechtlichen Strukturen setzt die Untersuchung aber bereits im 19. Jahrhundert ein.
Aus dem Inhalt: Die Mietpreisfrage vor 1914: Historische Instrumente zur Regelung des Mietpreises - Wohnungsfrage, Wohnungsreformbewegung und die Nebensächlichkeit der Mietpreisfrage - Das Mietpreisrecht des Ersten Weltkriegs: Kriegsnotgesetzgebung - Mieteinigungsämter als Vollzugsorgan - Beginn der preisrechtlichen Mieterschutzgesetzgebung - Das Mietpreisrecht der Weimarer Republik: Rolle des Verfassungsrechts - Systeme der Mietpreisregelung (Höchstmiete/Richtmiete/repressives Mietpreisrecht) - Das Mietpreisrecht im Nationalsozialismus: Stopmiete und öffentlich-rechtliche Preiskontrolle - Ideologische Begründung des Mietpreisrechts: die «gerechte Miete» - Der Weg zum Mietpreisrecht der Bonner Republik: Wohnungszwangs-wirtschaft - Das MHG im sozialen Mietrecht - Die historische Entwicklung des Mietpreisrechts.