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Neopaganismus und Christentum in der viktorianischen Literatur unter besonderer Berücksichtigung der «minor authors»

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Karin Hagenguth

Der Neopaganismus wird hier definiert als der Versuch zahlreicher viktorianischer Autoren, Wertvorstellungen, die man mit dem antiken Heidentum assoziierte, wiederzubeleben. Damit verbunden war eine Kontrastierung heidnischer Werte mit den Auffassungen des Christentums, wobei es zu einer Höherbewertung der heidnischen Ideale kam. Diese Gegenüberstellung fand in den unterschiedlichsten Kulturbereichen statt, so bezüglich der Kunstauffassung, der Moralvorstellungen, der Sichtweise des Jenseits oder der Naturauffassung. Der zentrale Gedanke bei allen Neopaganen war die Einheit des Menschen mit sich selbst, mit seinen Mitmenschen und mit der Natur. Die meisten Autoren aber kamen zu dem Schluß, daß nicht eine Neubelebung des Heidentums die Alternative zum orthodoxen Christentum sein konnte, sondern nur die Versöhnung von Heidentum und Christentum.
Aus dem Inhalt: Wege zur Definition und Differenzierung des Neopaganismus des 19. Jahrhunderts in England - Ist der Neopaganismus eine Alternative zur christlichen Religion und zur viktorianischen Kultur? - Synkretistische Beziehungen zwischen Neopaganismus und Christentum.