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Körperlichkeit und Sexualität in der späten Lyrik Paul Celans

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Stephan Bleier

«Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten»: Ausgehend von dem frühen Gedicht Corona analysiert die Studie die Gestaltung von Körperlichkeit und Sexualität in der späten Lyrik Paul Celans. Beide Themengebiete stehen in engstem Zusammenhang: Sexualität ist ohne Körperlichkeit undenkbar. Grundlage der Arbeit ist daher die körperbezogene dialogische Poetik Celans, die auch das Spätwerk strukturiert, jedoch zunehmend an ihrer Intention verzweifelt. Aufgezeigt werden Celans Abgrenzung von tradierten Schreibweisen erotischer Lyrik, die Utopie sprachlicher Unmittelbarkeit sowie die körperlichen Manifestationen von Entfremdung und Depersonalisation. Untersuchungsschwerpunkt ist die Parallelisierung der Körpermetaphorik mit der für Celans Leben und Werk zentralen Dimension des Holocaust.
Aus dem Inhalt: Zur Diskussion von Sexualität in Celans Lyrik - Körperlichkeit und Dialogizität - Poetik des Körpers: das «neuerworbene, selbsterfühlte erfüllte Wort» - Celans erotische Elegie - Mystik und Sexualität - Entfremdung und Depersonalisation.