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Literatur und Regionalität

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Anselm Maler

In der Diskussion der Kulturwissenschaften hat die Kategorie der Regionalität die Orientierung am Begriff der Nation weitgehend abgelöst. Literaturwissenschaftliche Studien waren an dieser Entwicklung vielfach beteiligt. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts «Kulturregionen - Regionalkulturen» an der Universität Kassel wurde überdies nach interregionalen Verflechtungen gefragt. Die hier versammelten Aufsätze thematisieren den Problemzusammenhang in Grundsatz- und Einzeluntersuchungen zu literarischen Erscheinungen des 18. bis 20. Jahrhunderts.
Aus dem Inhalt: Hans-Peter Ecker: «Authentizität» - Über eine problematische Qualität regional orientierter Literatur - Hans-Joachim Kertscher: «Ich kann wie auf dem Land und als ein Schäfer leben» - Johann Peter Uz' Briefe aus Römhild - Martin Brunkhorst: Die Grotte der Kalypso - Das literarische Programm von Sanspareil - Anselm Maler: Hans Adolf von Eschstruths. Heßische Poetische Blumenlese mit Musik - ein Zeugnis der Provinzial-Dichtung in der Aufklärungszeit - Heinrich Bosse: Lenz' livländische Dramen - Martha K. Wallach: Konstruktion und Dekonstruktion des Bildes einer Region: Talvj und Heine über Polen - Andreas Schumann: Heimaten. Heinrich Kurz und seine regionalen kulturgeschichtlichen Schriften - Franz Schüppen: Region und Tradition im Werk Friedrich Wilhelm Webers. Zum mentalitätsgeschichtlichen Ort des westfälischen Dichters - Elke Frederiksen: Der literarische Text im späten 19. Jahrhundert als Schnittpunkt von regionalen, überregionalen und Geschlechtsaspekten: Gabriele Reuters Roman Aus guter Familie zum Beispiel - Jeffrey L. Sammons: Ein Fall von fehlender Interregionalität: Die Abwesenheit des Amerikaschriftstellers Karl May in Amerika - Klaus Börner: Was die Paradiesvögel erzählen - Max Dauthendeys 'javanische' Märchen - Theo Buck: Czernowitz als geistige Lebensform - Friedrich W. Block: Innen und Außen in der Literatur - Die Frage nach dem Regionalen im Umgang mit architektonischen Texträumen.