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Eques Romanus - Reiter und Ritter

Begriffsgeschichtliche Untersuchungen zu den Entstehungsbedingungen einer römischen Adelskategorie im Heer und in den comitia centuriata

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Michael Stemmler

Die Entwicklung des equitatus Romanus von einem Truppenkontingent des Heeres zu einem später immer wieder als politische Waffe akzentuierten ordo equester stellt die Forschung vor eine besondere Problematik: Die historische Relevanz des römischen Ritters für die Republik läßt sich nur schwer mit der mangelnden Konturenschärfe vereinbaren, mit der unsere Quellen dessen gesellschaftliche Position definieren. Zudem vermißt der Historiker auch jegliche entwicklungsgeschichtliche Begründung für seinen sozialen und politischen Vorrang. Welche Kriterien haben in den verschiedenen Phasen der Republik einen römischen Bürger zum eques Romanus gemacht? Wie konnte aus der Bürgerreiterei ein gesellschaftlicher ordo entstehen? Die Behandlung solcher Fragen wird zeigen, daß der römische Ritter in einem umfassenderen gesellschaftlichen Prozeß der Demilitarisierung des römischen Gemeinwesens entstand.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung der römischen Bürgerreiterei - Das Staatspferd - Das ritterliche Stimmrecht in den Centuriatcomitien.