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Paulus und Jerusalem

Kollekte und Mission im theologischen Denken des Heidenapostels

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Burkhard Beckheuer

Das Verhältnis des Heidenapostels Paulus zu Jerusalem war sehr konfliktreich. Ältere Forscher sahen in der auf der Missionssynode erwähnten Jerusalemkollekte den Ausdruck des Suprematsrechtes der «Säulen». Dann galt sie als Mittel, mit dessen Hilfe Paulus das Heraufziehen der Parusie den Jerusalemern demonstrieren wollte. Jedoch deutet der Heidenapostel die «Sammlung für die Heiligen» theologisch aus; dabei verwendet er alttestamentliche Motive und denkt und entwickelt seine Theologie aus der Vorstellungswelt des Propheten Jesaias heraus. Das paulinische Theologisieren läßt sich anhand der Kollektennotizen von Gal 2,10 bis Röm 15,25 (2 Kor 8 und 9; Röm 9-11) nachzeichnen.
Aus dem Inhalt: Forschungsbericht über die grundlegenden Interpretationen der paulinischen Kollekte - Die Kollekte im Galaterbrief - Theologische Implikationen bei ihrer Organisation und Durchführung in 2 Kor 8 und 9 - Die Kollekte als einer der Zwecke des Römerbriefes.