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Paulus und Jerusalem

Kollekte und Mission im theologischen Denken des Heidenapostels

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Burkhard Beckheuer

Das Verhältnis des Heidenapostels Paulus zu Jerusalem war sehr konfliktreich. Ältere Forscher sahen in der auf der Missionssynode erwähnten Jerusalemkollekte den Ausdruck des Suprematsrechtes der «Säulen». Dann galt sie als Mittel, mit dessen Hilfe Paulus das Heraufziehen der Parusie den Jerusalemern demonstrieren wollte. Jedoch deutet der Heidenapostel die «Sammlung für die Heiligen» theologisch aus; dabei verwendet er alttestamentliche Motive und denkt und entwickelt seine Theologie aus der Vorstellungswelt des Propheten Jesaias heraus. Das paulinische Theologisieren läßt sich anhand der Kollektennotizen von Gal 2,10 bis Röm 15,25 (2 Kor 8 und 9; Röm 9-11) nachzeichnen.
Der Autor: Burkhard Beckheuer (geb. 1953) ist seit 1988 Militärpfarrer am Niederrhein. Sein wissenschaftliches Interesse kommt im Rahmen der Erwachsenenbildung dieser besonderen Form des Dienstes der Kirche nahe. Nach dem Studium der Religionspädagogik unterrichtete er an einem Gymnasium und war nach dem Abschluß als Diplomtheologe wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Göttinger Universität.