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Die Fiktion des Begreifens und das Begreifen der Fiktion

Dimensionen und Defizite der Theorie der Fiktionen in Hans Vaihingers Philosophie des Als Ob

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Andrea Wels

Während Hans Vaihinger als Kant-Exeget in Fachkreisen durchaus Anerkennung gefunden hat, ist sein philosophisches Hauptwerk, die Philosophie des Als Ob, noch weitgehend undiskutiert geblieben. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Arbeit im wesentlichen zwei Ziele: 1. Erarbeitung und Prüfung der Kernaussagen der Theorie der Fiktionen, also eine monographische Behandlung des begrifflichen Koordinatensystems. 2. Die Aufdeckung und Erschließung der, ersten Lektüreergebnissen widersprechenden, Bezugnahme auf die Transzendentalphilosophie Kants. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, daß Vaihingers Fiktionalisierung sämtlicher Schemata der Weltbilderzeugung keinem Panfiktionalismus zuarbeitet, sondern ein sich entwickelndes Wissen von sich entwickelnden Prinzipien erkenntnistheoretisch zu etablieren versucht, das auch den aktuellen Entwicklungen gegenüber noch keineswegs obsolet geworden ist.
Aus dem Inhalt: Erschließungsvoraussetzungen - Vom Kantphilologen zum Fiktionalisten - Was ist Fiktion? Bedingungen der Dynamisierung der Produktivität des Geistes - Was ist keine Fiktion? Die Entgrenzung der fiktiven Dimension - Die Virtualität sedimentierender Spontaneität.