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Grenzen der Kultur

Differenzwahrnehmung in Randbereichen (Irland, Lappland, Rußland) und europäische Identität in der Frühen Neuzeit

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Ekkehard Witthoff

Im Hintergrund der Studie über Reisen in der Frühen Neuzeit steht die Frage nach Europa - inwiefern dieser zunächst geographisch definierte Erdteil eine kohärente historisch-kulturelle Einheit bildet und wieweit er durch die Überlieferung der Antike und des Mittelalters eine eigene Identität, ein stimmiges Selbstbild der eigenen Lebensformen entwickelt hat. Als Sonde dient die Frage nach der Differenzwahrnehmung: Was notierten reisende Europäer aus dem Zentralbereich (Deutsche, Engländer, Franzosen, Italiener, Holländer) über die Ränder Europas im Westen, Norden und Osten? Die Analyse ihrer Reiseberichte über die Völker der Iren, Lappen und Russen läßt Rückschlüsse zu auf Primärbestimmungen in den Herkunftsgesellschaften. In den Notaten der Berichterstatter manifestieren sich gemeinsame Frühvorstellungen von der kulturellen Einheit Europas.
Aus dem Inhalt: Forschungsstand - Reiseberichte als kulturgeschichtliche Quellen - Gesandte, Kaufleute und Abenteurer als Reisende an der europäischen Peripherie - Irland, Lappland und Rußland im Spiegel europäischer Reiseberichte - Biographische Angaben.