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Arbeitsmarkt und Herrschaftsapparat in Guatemala 1920-1940

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Peter Fleer

Diese Studie faßt höchst umstrittene Bereiche der Gesellschaft Guatemalas ins Auge. Es geht um den ethnischen Konflikt zwischen Indianern und ladinos ebenso wie um den Gegensatz zwischen staatlicher Macht und lokaler Autonomie. Zwei Problemkreise stehen im Vordergrund: die Wirkungsweise unterschiedlicher Formen von Zwangsarbeit im Vergleich zur «freien» Lohnarbeit und die Durchsetzung des Zwangs im Rahmen des alltäglichen Herrschaftsvollzugs. Anhand neuen Quellenmaterials weist der Autor nach, daß die Arbeitsverhältnisse nicht bloß die ökonomischen Interessen der Kaffeeoligarchie widerspiegelten, sondern aus langfristigen sozio-ökonomischen Entwicklungen und vielschichtigen Herrschaftsbeziehungen zwischen konkurrierenden Eliten und der indianischen Bevölkerung resultierten.
Aus dem Inhalt: Formen von Zwangsarbeit - Sozialer Wandel - Ethnischer Konflikt - Indianischer Widerstand - Herrschaftsbeziehungen - Lokale Autonomie - Indianische Subsistenzwirtschaft - Kaffeeproduktion und -vermarktung.