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Ansatz und Bewertung von Nutzungsrechten

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Matthias Babel

Die Bilanzierung von Nutzungsrechten betrifft eine Thematik von gleichermaßen theoretischer wie praktischer Bedeutung. Nutzungsrechte sind vertraglich gesicherte Ansprüche auf die eigentümerähnliche Ausübung wirtschaftlicher Nutzungsmöglichkeiten. Trotz eines zunehmenden Gewichts von Nutzungsverhältnissen in der Praxis der Unternehmen werden diese nicht bilanziert, weil sie infolge ihrer Einstufung als (schwebende) Dauerrechtsverhältnisse dem Grundsatz der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte unterliegen. Indes mangelt es dieser Bilanzierungskonvention an einer expliziten gesetzlichen Kodifizierung, und weder Schrifttum noch Rechtsprechung halten hierfür eine überzeugende und in sich schlüssige Begründung parat. Die umfassende zivil- wie bilanzrechtliche Analyse dieser Thematik macht deutlich, daß Nutzungsrechte unbeschadet ihres Charakters als rechtliche Ansprüche aus schwebenden Dauerrechtsverhältnissen den bilanzrechtlichen Vermögensgegenstandskriterien genügen und somit de lege lata für Nutzungsrechte eine ausnahmslose Aktivierungspflicht bestehen müßte. Eine Untersuchung zur Bewertung von Nutzungsrechten rundet die Arbeit ab.
Aus dem Inhalt: Zivilrechtliche Qualifikation ausgewählter Nutzungsrechte - Derzeitige bilanzielle Behandlung von Nutzungsrechten - Grundsätze der Bilanzierung schwebender Geschäfte und gegenwärtiger Einfluß auf die bilanzrechtliche Klassifizierung von Nutzungsrechten - Bedeutung des Grundsatzes der Nichtbilanzierung schwebender Geschäfte für die Aktivierungsfähigkeit von Nutzungsrechten - Bewertung von Nutzungsrechten.