Show Less
Restricted access

Prinzipienwissenschaftliche Systematik und «politischer Impetus»

Eine Untersuchung zur Pädagogik Alfred Petzelts

Series:

Peter Kauder

Der von den Nationalsozialisten «gemaßregelte» Pädagoge Alfred Petzelt (1886-1967) thematisiert die ideologische Bedrohung der Eigenständigkeit der Pädagogik als Wissenschaft. Als Stichwort fungiert der Ausdruck der «Unterrichts- und Erziehungskatastrophe», die Petzelt reformpädagogisch verursacht und nationalsozialistisch instrumentalisiert sieht. Es wird der Nachweis geführt, wie der Impetus in die Systematik Eingang gefunden hat: Die ihr implizierte Frontstellung gegen Indienstnahme der Pädagogik in Unterrichts- und Erziehungsvollzügen wird (biographisch und werkgeschichtlich gestützt) analysiert und im Anschluß daran gezeigt, daß Petzelts Systematik sowohl über «diagnostische» als auch über «prophylaktische» Mittel verfügt, um solchen und ähnlichen Vereinnahmungsbestrebungen und anderen Fehlentwicklungen wirksam begegnen zu können.
Aus dem Inhalt: «Politischer Impetus» im Leben und Werk Petzelts - Pädagogik und Philosophie: Der philosophische Charakter prinzipienwissenschaftlicher Pädagogik - Die Führung der Aktivität in «Unterricht» und «Erziehung» - «Politischer Impetus» und prinzipienwissenschaftliche Pädagogik: Entstehung, Dauer und Funktion des «Impetus» für den prinzipienwissenschaftlichen Ansatz Petzelts.