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Die Entwicklung der Kaufkraftparitätentheorie

Warum eine chrematistische Wirtschaftsverfassung der Network-Society mit der herrschenden Wirtschaftstheorie unvereinbar ist

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Fabian Straub

Die Schrift behandelt die ethischen Einflüsse auf die Begründung und Durchsetzung von Wirtschaftstheorien. Anhand eines besonders ideologieträchtigen Kernbereichs der Außenhandelswirtschaft werden Entwicklungen der heutigen Wirtschaftsverfassung vor ihrem dogmengeschichtlichen Hintergrund dargelegt. Dabei zeigt sich, daß wettbewerbsgerechtes Verhalten stets mit einem Moralkodex konfrontiert war, der in der Wirtschaftstheorie aus einem christlich geprägten Umgang mit Geld motiviert wurde. Seit den Tagen Adam Smith' begründen die Wirtschaftstheoretiker mit diesem moralisch-rechtlichen Anspruch ihre Verurteilung merkantilistischer Ideen. Deren Vertreter diskreditieren sie mit dem Vorwurf, sie betrachteten Geld nicht nur als Tauschmittel, sondern auch als Machtmittel mit dem erklärten Ziel, sich zu bereichern. Dieser Konflikt gewinnt unter dem Schlagwort Shareholder Value für alle Industrieländer eine neue Dimension.
Aus dem Inhalt: Kaufkraftparitätentheorie als Erfindung Gustav Cassels, als vorwissenschaftlicher Lehrinhalt der Schule von Salamanca, als Herausforderung an die merkantilistischen und physiokratischen Theoretiker, als Ausdruck eines Gleichgewichtsprinzips der Klassiker, als Manifestation ethischer Grundsätze der Wirtschaftstheorie, als Bestandteil monetärer Ideologie - Mathematischer Anhang.