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Die Auslandsverschuldung Pakistans (1947-93)

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Pervez Zamurrad Janjua

Die Auslandsverschuldung Pakistans hat sich von 1947 bis 1993 von 0,9 auf über 28 Mrd. US$ erhöht. In absoluter Höhe mag die Auslandsverschuldung als gering erscheinen, aber ihr Verhältnis zum Bruttosozialprodukt belief sich schon 1993 auf 57%. Über ein Viertel der Exporterlöse wurden 1993 zur Begleichung des Schuldendienstes benötigt. Ca. ein Drittel der Staatsausgaben wurde allein für den Schuldendienst verwendet. Das Schuldendienstverhältnis der Staatsverschuldung zu den Staatseinnahmen betrug etwa 80% und zeigt die sozio-ökonomische Grenze der Zahlungsfähigkeit Pakistans. Nach der Untersuchung wurde die Auslandsverschuldung Pakistans vor allem durch die kapitalimportorientierte Nachfrage der Kompradorenklasse und das Monopolangebot der Anbieter des Auslandskapitals verursacht. Der Kapitalimport führte zu Produktionserhöhung, wurde jedoch begleitet von der Intensivierung der Einkommensdifferenzierung, Arbeitslosigkeit und Armut. Die sogenannte Stabilisierungspolitik konnte das Ziel einer Reduzierung der Auslandsverschuldung Pakistans nicht erreichen. Dieser Mißerfolg ist zum Teil durch das in sich widersprüchliche Instrumentarium der sogenannten Stabilisierungspolitik begründet.
Aus dem Inhalt: Definition, Ausmaß und Struktur der Auslandsverschuldung Pakistans - Gesellschafts- und Staatsstruktur - Importsubstitution - Kritik des sogenannten Two-Gaps-Model - Wachstums-, Einkommens- und Beschäftigungseffekte des Kapitalimports - «Stabilisierungspolitik» in Pakistan.