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Das Pontifikat Erzbischof Boemunds II. von Trier (1354-1362) und das Stiftswesen nach seiner Resignation (1362-1367)

Studien zur Reichs-, Territorial- und Verwaltungsgeschichte

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Michael Petzold

Die Untersuchung befasst sich mit der neunjährigen Amtszeit eines Metropoliten und Kurfürsten, der bislang ganz im Schatten seines Vorgängers Balduin von Trier stand. Die Arbeit ist konkret politik- und verwaltungsgeschichtlich ausgerichtet, zugleich aber bemüht, am Einzelfall einen Beitrag zur breiteren Diskussion über die Entwicklung der spätmittelalterlichen Herrschafts-Konglomerate zu modernen Territorialstaaten zu leisten. Die Bilanz fällt – neuen Forschungen entsprechend – skeptisch aus. Zugleich zeigt die Arbeit, welch maßgebliche Rolle Boemund bei der Entstehung der «Goldenen Bulle» zukam und wie intensiv er sich für Jahrgedächtnisse einsetzte – konkrete Details für den Nachweis, wie umsichtig er als Politiker und wie fromm als Geistlicher gewesen ist.
Aus dem Inhalt: Herausstellung einer noch stärkeren Mitwirkung Boemunds II. bei Formulierungen der «Goldenen Bulle», namentlich im Verhältnis zu Luxemburg – Mehr als 800 zumeist ungedruckte Urkunden mit verschiedenen Gesichtspunkten, Bündnis- und Landfriedensinitiativen, Münz-, Zoll- und Burgenpolitik sowie Ämtern – Rekonstruktion des erzbischöflichen Reiseweg-Itinerars – Bedeutende Funktionsträger – Lehnswesen – Finanzverwaltung – Käufe – Landesstädte – Juden – Bestellung Kunos von Falkenstein zum Koadjutor und Erzbischof – Boemund II. erweitert Stiftungswesen nach seiner Resignation (1362-1367) – Zusätzliche Quellen und die Ergebnisse neuer Forschungen.