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Das Recht auf Sakramentenempfang

Zur Entwicklung eines Fundamentalrechtes der Gläubigen vom Konzil von Trient bis zur Gegenwart

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Jürgen Olschewski

Das Recht auf Sakramentenempfang ist eines der bedeutendsten Fundamentalrechte der Gläubigen, die der Codex Iuris Canonici umschreibt. Bereits lange vor den Diskussionen um Grundrechte in der Kirche prägte es lehramtliche Weisungen und kanonistische Doktrin. Die Studie zeichnet die Entwicklungsstränge dieses Rechtes vom Konzil von Trient bis zur Gegenwart nach. Hierbei wird das Recht auf Sakramentenempfang vor dem Hintergrund seiner traditio canonica neu reflektiert. Seine Umsetzungen z.B. im Recht auf den Empfang der Eucharistie (can. 912) und im Recht auf Eheabschluß (can. 1058) wie auch in der entsprechenden Verpflichtung zur Sakramentenspendung (can. 843 1) machen deutlich, daß can. 213 CIC/1983 zu den Fundamenten der Kirchenverfassung zu zählen ist.
Aus dem Inhalt: Teil A - Historische Entwicklungsstränge des Rechtes auf Sakramentenempfang: das Konzil von Trient, die nachtridentinische Zeit bis zur Kodifikation des CIC/1917 - Teil B - Die Kodifikation des Rechtes auf Sakramentenempfang im CIC/1917: die Kodifikationsgeschichte, die Umschreibung des Rechtes auf Sakramentenempfang in Canon 682 CIC/1917 - Teil C - Das Recht auf Sakramentenempfang im Codex Iuris Canonici von 1983: die Neukonzeptionierung des Rechtes auf Sakramentenempfang, die normativen Ausfaltungen des Rechtes auf Sakramentenempfang im Codex Iuris Canonici von 1983, die Pflicht zur Spendung der Sakramente und ihre Grenzen, das Sonderrecht zu Empfang und Spendung der Sakramente in Ausnahmesituationen, das Recht auf Sakramentenempfang im Spiegel seiner rechtssystematischen Bewertungen, die Frage nach veränderten Korrelationsbedingungen.