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Kommunalpädagogik

Studien zur interkulturellen Bildung

Series:

Helmut Richter

Nach dem Buch über Sozialpädagogik Pädagogik des Sozialen werden hier bisher nur verstreut publizierte Texte über den Grundgedanken der Kommunalpädagogik gesammelt herausgegeben.
Geleitet von dem Interesse einer kritischen Erziehungswissenschaft an Mündigkeit ohne Benachteiligung des Alters und belehrt durch die Auseinandersetzungen in den 80er und 90er Jahren über die Möglichkeiten eines radikaldemokratischen «Sozialismus in einem Lande», verbindet die Kommunalpädagogik drei Elemente miteinander: Die beiden Momente interkultureller Identität, d.h. Kultur als Menschheitskultur in den Strukturen kommunikativer Kompetenz und Raum in Gestalt der Kommune, Bildung als öffentlich vermittelten Lernprozeß auf dem Wege wechselseitigen Verstehens im pädagogischen Diskurs sowie ihre lebensweltliche Institutionalisierung im Rahmen einer Vereinspädagogik. Vereinspädagogik deshalb, weil der Verein mit seinen Konstitutionsprinzipien von freiwilliger Mitgliedschaft und egalitären Verkehrsformen die wesentlichen Elemente für die selbstorganisierende Teilnahme und wechselseitige Anerkennung freier Bürgerinnen und Bürger in der Zivilgesellschaft bereithält, ohne sie an die Vorbedingung der Teilhabe an einer marktförmig gesteuerten Erwerbsarbeit zu binden.
Aus dem Inhalt: Sozialpädagogik zwischen Normalität und Pluralität – (Sozial-)Pädagogik und Faschismus – Identitätstheoretische Grundlegungen für eine Neuorientierung der Ausländerarbeit – Lebensgestaltung zwischen nationaler und kultureller Identität – Verstehen professionalisieren: Sozialpädagogen als Gesprächs- und Geschäftspartner – Der pädagogische Diskurs – Bildung institutionalisieren: zur Deinstitutionalisierungs-Debatte – Vereinspädagogik.