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Fiktionalisierungen der Salemer Hexenverfolgung in amerikanischen Romanen vor 1860

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Heike Hartrath

Mehr als hundert Jahre, nachdem zwanzig Menschen der Salemer Hexenverfolgung zum Opfer gefallen waren, wurden die Ereignisse von 1692 zum Gegenstand zahlreicher amerikanischer Fiktionalisierungen. Methodisch auf Hayden Whites «emplotment»-Theorie aufbauend, beschäftigt sich die Arbeit mit John Neals Rachel Dyer, dem anonym veröffentlichten The Salem Belle und John William De Forests Witching Times sowie zwölf weiteren Romanen, die zwischen 1823 und 1857 erschienen. Die Textanalyse untersucht Konfliktmuster und Figurenkonstellationen und zeigt auf, wie historische Vorlage und fiktionales Handlungsgeschehen miteinander verwoben werden. Neben der Einbettung der Romane in den historischen Kontext der Salemer Hexenverfolgung berücksichtigt die Interpretation auch den Entstehungszusammenhang des 19. Jahrhunderts, das Streben nach einer amerikanischen Nationalliteratur und die Suche nach einer «brauchbaren Vergangenheit».
Aus dem Inhalt: Rachel Dyer - The Salem Belle - Witching Times - The Spectre of the Forest - The Witch of New England - Salem Witchcraft - Mercy Disborough - Delusion - Zoraida - Ruth Whalley - The Haunted Bride - The Brinley Shell - The Puritan and His Daughter - Victoria - The Bay-Path.