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«Der ewige Augenblick» in der Begegnung zu zweit

Zur Zeitproblematik bei Jaspers, Freud und Binswanger

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George Purdea

George Purdea greift in dieser Studie auf drei Denker unseres Jahrhunderts zurück - Jaspers, Freud und Binswanger -, deren Werke auf die komplexen Konstellationen der versuchten, gescheiterten oder gelungenen Kommunikation zu zweit eingehen. Sein Unternehmen reicht von der Herausstellung von Gemeinsamkeiten und Überschneidungen zwischen diesen Denkern bis zur ausführlichen Auslegung der Struktur des intimen, persönlichen Gesprächs selbst - ob es nun «liebender Kampf» (Jaspers), «Analyse» (Freud) oder «liebende Begegnung» (Binswanger) genannt wird. Sein Interesse gilt dabei vorrangig der «Zeit-Veränderung», nämlich der sogenannten «Ewigkeit im Augenblick» in der existentiellen Begegnung beziehungsweise dem «Ausbruch der Zeitlosigkeit» im Rahmen der analytischen Therapie. Um an solche poetisch-metaphysisch klingende Formulierungen der behandelten Autoren heranzukommen, wechselt George Purdea philosophiehistorische terminologische Analysen mit eigenen Deutungsversuchen ab, wobei immer wieder auch Textstellen aus der Belletristik, der Psychoanalyse oder den Grundlagen der Mathematik herangezogen werden.
Aus dem Inhalt: Die Zweier-Kommunikation als existentielle Grundsituation - Die flüchtige Ewigkeit - Die Zeitveränderung im analytischen Gespräch - Die «zeiterfüllte» und die «zeitentleerte» Zeitlosigkeit.