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Die Regierung Waldemars IV.

Eine Untersuchung zum Wandel von Herrschaftsstrukturen im spätmittelalterlichen Dänemark

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Niels Bracke

Der dänische König Waldemar IV. Atterdag gehört zu den prägenden europäischen Herrschergestalten des 14. Jahrhunderts. Bekannt durch seine Auseinandersetzungen mit der Hanse liegen seine Verdienste vor allem in der Wiederherstellung des dänischen Reiches und der Stärkung der Königsgewalt. Im Bemühen um den Ausbau seiner Macht beschritt er neue Wege, die die dänische Ständegesellschaft grundlegend veränderte. Kein Zufall ist es daher, wenn das dänische Reich, das im Laufe des 13. Jahrhunderts in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht den Schritt zum spätmittelalterlichen Staat getan hatte, ihn unter Waldemar auch im Bereich der Staatsgewalt vollzog. Kennzeichnend hierfür sind die Entstehung von Reichsinstitutionen wie Reichsrat und Retterting sowie vor allem die Errichtung einer landesherrlichen Regionalverwaltung. Auf diese Weise entstand der institutionelle Flächenstaat - ein Prozeß, den diese Arbeit aufzeigt.
Aus dem Inhalt: Die dänische Landeskrise und ihre Folgen (seit 1241) - Waldemars Herrschaftsantritt (1340): Die Verträge von Spandau und Lübeck - Abriß der politischen Geschichte Waldemars IV. (1340-1375) - Die zentrale Verwaltung: Königshof, Residenz und Reiseherrschaft, Hof- und Reichsämter, König und Reichsrat, Gerichtswesen - Die Verwaltung außerhalb des Hofes - Waldemars Steuerpolitik - Waldemars Burgenpolitik - Organisation des Militärwesens - Die Erweiterung des Krongutes - Die Itinerare Waldemars IV. und des Rettertings - Waldemar und die Kirche.