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Musikalische Phrasierung aus historischer und kognitionspsychologischer Sicht

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Gunter Kreutz

Die Betrachtung der Musik und ihrer Zeitgestalt in Analogie zur Sprache ist in der Musikpsychologie verbreitet. Dies läßt sich, wie die Untersuchung zeigt, sowohl historisch als auch wahrnehmungstheoretisch begründen. Gleichwohl wurde die Musik-Sprache-Analogie in den letzten Jahrzehnten auf musik-grammatikalische Aspekte reduziert. Die Studie unternimmt anhand des Begriffs der musikalischen Phrasierung eine Neubewertung des Sprachmodells. Dabei werden die Kriterien der musikalischen Oberfläche stärker berücksichtigt. Eine ausführliche Interpretationsanalyse sowie fünf Hörexperimente leisten dazu einen eigenen empirischen Beitrag und beschreiten methodisch neuartige Wege. Die Ergebnisse zeigen die Vielschichtigkeit der musikalisch-zeitlichen Gestaltung, insbesondere die Ausdruck/Eindruck-Relation zwischen komponiertem Werk, Interpretation und Wahrnehmung.
Aus dem Inhalt: Musikalische Phrase als Metapher - Historischer Überblick - Musikalische Phrasierung aus kognitionspsychologischer Sicht - Fallstudien und Experimente - Folgerungen: Phrasierung im Spannungsfeld von holistischer und analytischer Musikwahrnehmung.