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Schuld ohne Sühne?

Das Erbe der Menschenrechte in Chile nach Pinochet

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Christa Rottensteiner

Nach 17 Jahren Diktatur unter General Pinochet gelang Chile 1990 ein friedlicher Übergang zur Demokratie. Die neue Regierung stand vor der Frage, wie frühere Menschenrechtsverletzungen geahndet werden sollen, ohne die wiedererlangte Demokratie zu gefährden. Die Untersuchung beleuchtet die Hintergründe der chilenischen Vergangenheitsaufarbeitung, insbesondere den Versuch des ersten demokratisch gewählten Präsidenten, den Zwiespalt zwischen Forderungen nach Gerechtigkeit und politischen Zwängen zu lösen. Zu diesem Zweck werden die Faktoren, welche die Menschenrechtspolitik Aylwins beeinflußten, wie das Kräfteverhältnis zwischen Regierung und Militär und die Transition zur Demokratie, eingehend analysiert.
Aus dem Inhalt: Geschichtlicher Überblick vom Zusammenbruch der chilenischen Demokratie bis zur Transition - Die Hinterlassenschaft des Militärregimes an die Demokratie - Arten der Vergangenheitsaufarbeitung - Die Fälle Argentinien und Uruguay - Initiativen auf dem Gebiet der Menschenrechte - Faktoren, welche die Menschenrechtspolitik Aylwins beeinflußten (Art der Transition, Persönlichkeit des Präsidenten, politische Kultur, Charakteristika der früheren Menschenrechtsverletzungen, externe Einflüsse und politische Machtverhältnisse) - Die Politik der Regierung Frei - Bilanz der Vergangenheitsaufarbeitung.