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Der Aufstieg der Industrie Koreas in der Weltwirtschaft

Die «Skalenerträge-Politik» und ihre Konsequenzen für den Handel mit der EG

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Sun-Jae Lee

Diese Arbeit analysiert die Rolle der «Skalenerträge-Politik» des koreanischen Staates für die Entwicklung der strategischen Exportindustrien (Eisen- und Stahlindustrie, Schiffbau, Elektronik und Automobilbau) sowie deren Konsequenzen für den Handel mit der EG. Diese Politik umfaßt: 1. Aufbau der international konkurrenzfähigen Produktionskapazitäten und simultane Exportorientierung; 2. Förderung der großen Unternehmensgruppen (Chaebols); 3. aktive Ausnutzung ausländischer Produktionsfaktoren (Kapital, Technologie, Vorprodukte). Die Ergebnisse dieser Studie sind: Die «Skalenerträge-Politik» verhalf Mitte der 80er Jahre zwar den koreanischen Industrien zum raschen Aufstieg auf dem Weltmarkt, führte aber zur Rückständigkeit in der Vorleistungsindustrie und damit zur Wirtschaftskrise seit Anfang der 90er Jahre. Massenexport mit Hilfe von Subventions- und Dumpingpolitik sowie eine schwache Vorleistungsindustrie beeinflußten die Handelsentwicklung und -beziehung mit der EG in der Vergangenheit und Gegenwart stark.
Aus dem Inhalt: Policy-Making des Staates - «Skalenerträge-Politik» - Rolle der Chaebols in der weltmarktorientierten Industrialisierung - Entwicklungstheorien für die Strukturpolitik - Rolle der ausländischen Faktoren für die Industrialisierung - Wirtschafts- und Handelsbeziehung Koreas mit der EG bzw. BRD.