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Systemdynamische Betrachtung komplexer Bewegungsmuster im Lernprozeß

Prozeßorientierte Strukturierung der Entwicklung eines Bewegungsablaufs mit Hilfe biomechanischer Beschreibungsgrößen

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Wolfgang I. Schöllhorn

Aus einer kritischen Diskussion kognitionspsychologisch und mechanisch orientierter Ansätze der Bewegungsanalyse leitet der Autor eine ganzheitliche und trotzdem quantitative Analyse des Lernfortschritts bei komplexen Bewegungsformen ab. Auf der Basis neuester Forschungsergebnisse aus den Bereichen der Neurobiologie, Gehirnphysiologie, Nichtlinearen Dynamik und Synergetik wird ein systemdynamisches Modell entwickelt, das eine gestalthafte Bewegungsbeschreibung erlaubt. Im Unterschied zu den traditionellen, vorwiegend zustandsorientierten Modellen gestattet das entwickelte Modell auf der Grundlage des Verlaufsaspekts die Analyse bisher stark vernachlässigter Bewegungsqualitäten. Am Beispiel einer komplexen Wurfbewegung werden, neben individuellen Wurfstilen, überdauernde qualitative Änderungen der Wurftechnik diagnostiziert, die mittels zustandsorientiertem Ansatz nicht zu identifizieren sind.
Aus dem Vorwort: «Die vielbeschworene Rede von der Interdisziplinarität mit ihren Leerformeln wird hier mustergültig mit Substanz gefüllt» (Prof. Dr. Haase, Psychologe).
Aus dem Inhalt: Bewegungs- und Lernmodelle - Resultat- versus prozeßorientierte Forschungsansätze - Programmorientierte Modelle - Systemdynamik - Synergetik - Neurophysiologische Korrelate Biomechanischer Merkmale - Selbstorganisation und Plastizität des Großhirns - Analyse zeitkontinuierlicher Bewegungsmuster - Zeitskalen und Bewegungsanalyse - Methodik - Ergebnisse und Ausblick.