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Zweisprachigkeit marokkanischer Kinder in Deutschland

Untersuchungen zu Sprachgebrauch, Spracheinstellungen und Sprachkompetenzen marokkanischer Kinder in Deutsch, marokkanischem Arabisch und Berber (Masirisch) in Dortmund

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Ulrich Mehlem

Die marokkanische Gemeinschaft in Deutschland, die von der Migrationsforschung bisher vernachlässigt wurde, spricht neben marokkanischem Arabisch überwiegend Berber als Muttersprache. Für ihre Kinder ist weniger Deutsch als Hocharabisch eine fremde Sprache. Ist dann ein Unterricht in Hocharabisch, wie ihn einige Bundesländer anbieten, überhaupt sinnvoll? Diese Frage untersucht der Autor in einer breit angelegten Studie, in der er den Status der verschiedenen Sprachen im Leben der Kinder, ihre Spracheinstellungen und Sprachkompetenzen analysiert. Er kommt zu dem Ergebnis, daß das Hocharabische aufgrund seiner kulturellen Bedeutung nicht ausgeklammert werden darf, es aber nicht realistisch ist, eine ausgewogene Zweisprachigkeit in beiden Sprachen anzustreben.
Aus dem Inhalt: Sprachgebrauch in Familie, Schule, Peergroup und mit Medien - Sprache und Religion - Aspekte der Sprachlernmotivation - Muttersprache und Identität - Muttersprachlicher Profizienzindex - Syntax- und Wortschatzanalysen.