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Das Dogma vom Vorrang der Stammrechtsverfügung im Personengesellschaftsrecht

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Frank Sievert

Die Abhandlung befaßt sich mit folgenden Problemen: welche Rechtsstellung erwirbt der derivative Erwerber eines Personengesellschaftsanteils, wenn entweder der Gesellschafter durch rechtsgeschäftliche Verfügung oder das Erbrecht kraft objektiven Rechts zuvor eine Abspaltung von aus dem Gesellschaftsanteil fließenden Vermögensrechten zu Gunsten eines Dritten vorgenommen hat? In der Praxis ist die Antwort auf diese Frage dafür maßgeblich, welchen Sicherungswert entweder die Vorausabtretung von Vermögensansprüchen aus dem Gesellschaftsanteil oder die Veräußerung oder Verpfändung des Gesellschaftsanteils nach seiner vorherigen «Entleerung» haben kann. Die Untersuchung gelangt aufgrund einer Analyse der Kündigungsbefugnis des Gesellschafters zu dem Ergebnis, daß die Anteilsübertragung nur der Vorauszession der Auseinandersetzungsförderung nicht jedoch derjenigen des Gewinnanspruchs vorgeht.
Aus dem Inhalt: Entstehung gesellschaftsrechtlicher Einzelansprüche - Zulässigkeit von Vorausabtretungen - Konstruktion des Erwerbs künftiger gesellschaftsrechtlicher Vermögensansprüche - Anteilsübertragung nach Abspaltung der Vermögensansprüche Mitgliedschaftübertragung und Abspaltungslösung - Ökonomische Analyse des Prioritätsprinzips bei Kollision einer Einzel- mit einer Stimmrechtsverfügung - Konsequenz für die Anteilspfändung - Konsequenz für die Verwertung.