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Sprache - Genus/Sexus

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Heinz Sieburg

Von Beginn an hat die Frage nach dem Zusammenhang von Sprache und Geschlecht die Germanistik bewegt. War es zunächst der Streit um das Zustandekommen der Genuskategorie, die den Wissenschaftsstreit entfachte, so spielt heute die Diskussion im Rahmen der «feministischen Linguistik» die Hauptrolle. Dieses und anderes dokumentiert dieser Band in 16 Beiträgen. Ein forschungsgeschichtlicher Abriß sowie eine umfassende Fachbibliographie runden das im Dokumentationsteil vermittelte Bild ab.
Aus dem Inhalt: Karl Brugmann: Das Nominalgeschlecht in den indogermanischen Sprachen - Gustav Roethe: 'Zum neuen Abdruck' - Einleitung zur Deutschen Grammatik von Jacob Grimm - Karl Brugmann: Zur Frage der Entstehung des grammatischen Geschlechts. (Aus anlass von Roethe's vorwort zum neudruck des 3. bandes der Grimm'schen grammatik) - Gustav Roethe: Noch einmal das indogermanische Genus - Victor Michels: Zur Beurtheilung von Jacob Grimms Ansicht über das grammatische Geschlecht - Klaus-Michael Köpcke/David A. Zubin: Sechs Prinzipien für die Genuszuweisung im Deutschen: Ein Beitrag zur natürlichen Klassifikation - Hans Sperber: Über den Einfluß sexueller Momente auf Entstehung und Entwicklung der Sprache - Flora Kraus: Die Frauensprache bei den primitiven Völkern - Helmut Glück: Der Mythos von den Frauensprachen - Heinz Sieburg: Geschlechtstypischer Dialektgebrauch. Anmerkungen zu einer empirischen Untersuchung von Geschwistern in der rheinischen Ortschaft Fritzdorf - Senta Trömel-Plötz: Linguistik und Frauensprache - Hartwig Kalverkämper: Die Frauen und die Sprache - Luise Pusch: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, doch weiter kommt man ohne ihr - Eine Antwort auf Kalverkämpers Kritik an Trömel-Plötz' Artikel über «Linguistik und Frauensprache» - Hartwig Kalverkämper: Quo vadis linguistica - Oder: Der feministische Mumpsimus in der Linguistik - Miorita Ulrich: 'Neutrale' Männer - 'markierte' Frauen. Feminismus und Sprachwissenschaft - Elisabeth Leiss: Genus und Sexus. Kritische Anmerkungen zur Sexualisierung von Grammatik.