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Geschichte im Umbruch

Geschichtspolitik, Geschichtsunterricht und Geschichtsbewußtsein in der DDR und den neuen Bundesländern 1983-1993

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Friedemann Neuhaus

Unter der von Volksbildungsministerin Margot Honecker vorgegebenen Zielstellung, Geschichte müsse «so gelehrt werden, wie sie tatsächlich verlaufen ist», wurde in der DDR in der zweiten Hälfte der 80er Jahre eine Reform des Lehrplans für Geschichte durchgeführt. Anhand der intern und öffentlich geführten Diskussion über diesen neuen Lehrplan wird der Zusammenhang von Geschichtspolitik der SED und den Inhalten des Geschichtsunterrichts untersucht. Wenngleich diese Reform an inneren Widersprüchen scheiterte, war sie doch Ausgangspunkt für die Umgestaltung des Geschichtsunterrichts nach der «Wende», wie am Beispiel der Lehrplanentwicklung in Thüringen nachgewiesen wird. Intensivinterviews mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern runden das Bild ab. In dem Blick auf das Dilemma der Gleichzeitigkeit von rascher institutioneller Umwälzung einerseits und einem sehr viel langsameren Mentalitätswandel andererseits leistet das Buch auch einen Beitrag zur Transformationsforschung.
Aus dem Inhalt: Die defensive Reform des Geschichtsunterrichts in der DDR - Die Erneuerung des Geschichtsunterrichts nach der «Wende» - Die individuell-subjektive Dimension der Umgestaltung des Geschichtsunterrichts in Ostdeutschland.