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Theologisch-philosophische Aspekte der religionsphänomenologischen Methode des Gerardus van der Leeuw

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Jürgen Kehnscherper

Die Arbeit fragt nach den erkenntnistheoretischen Grundlagen und der theologischen Relevanz der religionsphänomenologischen Methode des Gerardus van der Leeuw. Der Autor interpretiert die Methode vor dem Hintergrund ihrer Quellen und im Kontext aktueller Diskussion. Dabei wird erkennbar, daß die Religionsphänomenologie van der Leeuws eine Form der Hermeneutik ist. Sie will zum Verstehen führen; die historisch-kritische Aufarbeitung der Fakten setzt sie immer schon voraus. Direkte Vorlage für die Methode bildeten methodologische Arbeiten von Karl Jaspers zur Psychopathologie, die van der Leeuw später weiter entwickelte. Mißverständliches im Ansatz van der Leeuws klärt sich durch den Vergleich mit der idealtypischen Methode von Max Weber. Die phänomenologische Methode van der Leeuws hat ihren Platz im Rahmen der Theologie. Sie besitzt jedoch schon durch ihren Verstehensbegriff eine theologische Dimension.
Aus dem Inhalt: Quellen der Religionsphänomenologie: Herder, Dilthey, Jaspers, Husserl, Weber - Die Religionsphänomenologie im Kontext ihrer Quellen: Idealtyp und Hermeneutik - Die Religionsphänomenologie im Spiegel ihrer Kritik: Idealtyp und Wesensbegriff - Die theologische Relevanz der Religionsphänomenologie: Die theologische Dimension des Verstehensbegriffes van der Leeuws.