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Sprachkontakte und Sprachattitüden Jugendlicher im Elsaß und in Baden

Vergleichende soziolinguistische Untersuchungen in Colmar (Frankreich) und in Freiburg und Müllheim (Deutschland)

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Helga Bister-Broosen

Die Sprachpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg im Elsaß, die enge Bindung an Frankreich und die verschiedene standardsprachliche Überdachung – Französisch im Elsaß und das Hochdeutsche in Baden, das dort nivellierend auf die Basisdialekte einwirkt – hat die Sprachlandschaft am Oberrhein stark verändert. Untersucht werden das Sprachverhalten und die Attitüden Jugendlicher beiderseits des Rheins, ihr Sprachgebrauch in grenzüberschreitenden Kontakten sowie ihre Einschätzung der Sprachsituation in beiden Ländern, besonders aber derjenigen im Elsaß. Die Fragebogenergebnisse wurden statistisch und kontrastiv, auch im Hinblick auf den Einfluß verschiedener Variablen, ausgewertet. In beiden Regionen ist der Dialektverlust trotz der positiven Attitüden der Jugendlichen nicht aufzuhalten, und im Elsaß werden auch die hier ausführlich dargestellten neuen Schulmaßnahmen zur Förderung der zweisprachigen Kompetenz den Sprachwechsel kaum verhindern können.
Aus dem Inhalt: Historische Entwicklung und Sprachsituation im Elsaß – Sprachgebrauch Jugendlicher in Baden und im Elsaß – Sprachwahl in grenzüberschreitenden Kontakten – Sprachwechsel, Sprachverlust und Attitüden – Die Schulpolitik und ihre Folgen im Elsaß: Hoffnung für die Zukunft?